Alternative Payment mit TrialPay
21 02 2008Jeder kennt bestimmt die Werbung für Abo-Prämien, die einem immer beim Kauf einer Zeitschrift aus dem Heft fallen. Zum Glück kann einem nichts aus dem Bildschirm fallen, denn ein ähnliches Prinzip soll es jetzt auch in vielen Online-Shops geben.
TrialPay hat eine neue Zahlungsvariante konzipiert, um unentschlossene Kundengruppen für Unternehmen zu akquirieren. Online-Shopper, die sich nicht zum Erwerb eines Produkts durchringen können, sollen dieses durch den Erwerb eines anderen Produkts gratis erhalten. Ein Beispiel: Mir gefällt eine bestimmte Software, doch ich will für diese kein Geld ausgeben. Die Lösung: Ich kaufe über TrialPay bei Quelle.de eine Vase und erhalte die Software gratis dazu. So profitieren beide Unternehmen von meiner Kaufentscheidung und ich unter Umständen (gute Produkt-Bundles?) auch.
Hintergrund für diesen neuen Vermarktungskanal ist laut TrialPay die Begebenheit, dass über 60 % der Kaufvorgänge in Online-Shops abgebrochen werden. Warum? Die Käufer wollen kein Geld ausgeben. Hm…
Es gibt drei Rollen bei TrialPay:
1. Merchants (Unternehmen, die ihre Produkte im Bundle besser verkaufen können. Im Umkehrschluss: Unternehmen, die über eine hohe Abrecherquote im Einkaufsvorgang verfügen)
2. Advertisers (Unternehmen, die neue Kundengruppen erschließen wollen. Im Umkehrschluss: Unternehmen, bei denen häufig impulsiv gekauft wird)
3. Shoppers (Käufer, die Produkte erwerben aber kein Geld ausgeben wollen)
Große Partner hat TrialPay bereits an Bord (American Express, GAP, Quelle.de, plaxo, ebay etc.). Wenn die Produkt-Bundles gut geschnürt werden, könnte ich mir vorstellen, dass das Konzept von TrialPay durchaus aufgeht. Da der Einkaufsprozess jedoch künstlich verlängert wird (Advertiser wählen, zweites Produkt wählen) besteht aber durchaus die Gefahr, den Kunden wieder zum Abbruch zu bewegen.
Dann liegt im Zweifel nicht mal was auf dem Boden…
via Techcrunch

